Sachbezug im Wert von 44 Euro

Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant,

Arbeitslohn besteht bekanntlich nicht nur aus dem Entgelt, das monatlich auf den Konten Ihrer Arbeitnehmer landet. Auch Sachbezüge und sonstige Vorteile, die Sie als Arbeitgeber gewähren, unterliegen der Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht und müssen in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden.

Es ist möglich, Ihren Mitarbeitern jeden Monat Sachzuwendungen im Wert von maximal 44 € zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn steuer- und sozialversicherungsfrei zukommen zu lassen. Da es sich hierbei um eine sog. Freigrenze handelt, wird die gesamte Sachleistung lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig, sobald die 44 € auch nur um einen Cent überschritten werden. Daher ist es wichtig, den Wert aller gewährten Sachzuwendungen genau zu kennen, um die Freigrenze nicht unabsichtlich zu überschreiten.

Eine besondere Form des Sachlohns stellt die Gewährung von Gutscheinen dar. Damit diese steuerlich anerkannt werden, müssen Sie einige Details beachten. Seit 2020 haben sich außerdem die Regelungen zur Gewährung von Gutscheinen geändert, sodass die bestehenden Sachbezugsgewährungen überprüft werden sollten. Eine Kostenerstattung/Barauszahlung von eingereichten Rechnungen/Belegen stellt keinen Sachbezug im steuerlichen Sinne dar und ist demnach nicht mehr steuer- und sozialversicherungsfrei zu gewähren.

Lassen Sie uns an Ihren Aufgaben teilhaben. Wir unterstützen Sie gerne bei der Einhaltung dieser Vorschriften. Alle Informationen wurden nach bestem Wissen erstellt, jedoch ohne Gewähr. Diese Information ersetzt nicht die individuelle Beratung.

In unserer Infografik sehen Sie, worauf Sie bei der Gutscheingewährung im Detail achten müssen und welche Änderungen seit dem 01.01.2020 gelten. Für Rückfragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der AWI TREUHAND